"Ich wünschte, Goethe wäre mein Landsmann"

Thomas Carlyle (1863)

Die erste Vortragsveranstaltung der Oldenburger Goethe-Gesellschaft im Jahr 2013 ist Goethes internationaler Wirkung gewidmet. Am 15. Januar spricht Dr. Hans-Jürgen Lorenz (Oldenburg) zum Thema: 
„Ich wünschte, Goethe wäre mein Landsmann.“ Zur Goethe-Rezeption bei Thomas Carlyle
Der schottische Literat, Übersetzer und Kritiker Thomas Carlyle (1791-1881) war im 19. Jahrhundert in England der bedeutendste Vermittler deutscher Kultur. Durch Übersetzungen deutscher Literatur und durch zahlreiche Abhandlungen in Zeitschriften machte er das englische Publikum mit deutscher Literatur bekannt. Im Mittelpunkt stand sein Bemühen, Goethes Werke ins Englische zu übertragen. Mit seiner Übersetzung von „Wilhelm Meisters Lehrjahren“ nahm Carlyle Kontakt mit Goethe auf. Daraufhin entwickelte sich ein bedeutender Briefwechsel, in dem Goethe u.a. seinen Gedanken der Weltliteratur entwickelte. Carlyle übersetzte Teile von Faust, die Goethes uneingeschränkten Beifall fanden. In den Worten: „Carlyle ist eine moralische Macht von großer Bedeutung. Es ist in ihm viel Zukunft vorhanden, es ist gar nicht abzusehen, was er alles leisten und wirken wird“ drückte er seine Hochachtung aus.
Der Vortrag wird durch zeitgenössische Abbildungen illustriert.

Beginn: 19:30, Landesbibliothek Oldenburg, Pferdemarkt 15. Einrtritt für Mitglieder frei, Nicht-Mitglieder 5 Euro (ermäßigt 2,50 Euro).